Amadeu Antonio Preis / Zum Hintergrund

Zum Hintergrund

 

 

 

 

Der angolanische Vertragsarbeiter Amadeu Antonio wurde im November 1990 in Eberswalde von Rechtsextremen so sehr mit einem Baseballschläger traktiert, dass er zwei Wochen später seinen Ver- letzungen im Krankenhaus erlag.

 

Sein Sohn, Amadeu Antonio Jr., hat seinen Vater nie kennen gelernt. Er kam wenige Wochen nach dem Tod Amadeu Antonios zur Welt und lebt heute mit seiner Mutter und seinen drei Geschwistern in Brandenburg.

 

 

Amadeu Antonio war eines der ersten Opfer rassistischer Gewalt nach der deutschen Wiedervereinigung. Mit der Auslobung des Amadeu Antonio Preises gedenken wir seiner, stellvertretend für alle Todesopfer rechter Gewalt seit 1990.

Diese Gewalt ist eine bundesweite Bedrohung nicht nur für Migrantinnen, Migranten und Minderheitenangehörige, sondern für unsere Kommunen und unser gesamtes Gemeinwesen.

 

Deshalb sollen mit dem Amadeu Antonio Preis diejenigen geehrt werden, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung stark machen und gesellschaftliche Vielfalt und Anerkennung mit kreativen Mitteln zu gestalten suchen.